Mission B 

Machst du auch mit? 

Die Aufgaben im Naturschutz haben sich seit der Gründung unseres Vereins vor gut 70 Jahren sehr verändert. Damals ging es vor allem darum, in der Bevölkerung durch Vorträge und Exkursionen das Interesse an Vögeln und Vorgängen in Feld und Wald zu wecken. Unzählige Nisthilfen wurden hergestellt, im Freien aufgehängt und betreut. Unsere Mitglieder pflanzten Hecken, gestalteten Weiher und betreuten die entstandenen Biotope.

Heute geht es nicht mehr darum, die Vögel und Wildtiere zu betreuen, sondern ihre Lebensgrundlage zu sichern. Sicher haben Sie aus den Medien erfahren, dass in Europa ein dramatischer Rückgang der Insektenpopulation (70 bis 80%) festzustellen ist. Parallel dazu verschwinden Vogelarten oder ihre Anzahl nimmt stetig ab, weil ihr Lebensraum immer kleiner wird und das Futter fehlt. Nur etwa 5% der Vogelarten kann ohne Insekten existieren. Vor allem für die Jungtieraufzucht wird eiweisshaltige Nahrung gebraucht.

Was löst dieses Insektensterben aus?
-In der Landwirtschaft und in Privatgärten werden bedenkenlos tonnenweise Insektizide versprüht.
-Die Landschaften werden ausgeräumt, Hecken, Steinhaufen, Tümpel entfernt, damit die Agrarwirtschaft kostengünstig arbeiten kann.
-Die meisten Wiesen dürfen nicht mehr blühen und die Samenstände werden geschnitten, bevor sie reif sind. Insekten sterben, weil sie die speziellen Pflanzenarten, auf die sie für Nahrung und Nachwuchsaufzucht angewiesen sind, nicht mehr finden.
-In den Gärten werden Schotterbeete angelegt und exotische Pflanzen gepflanzt, welche für einheimische Insekten (fast) wertlos sind. Bis vor kurzem war die Biodiversität innerhalb der Siedlungen grösser als in der intensiv bewirtschafteten Landwirtschaftszone. Sorgen wir dafür, dass dies so bleibt!

Sicher haben Sie mitgekriegt, dass SRF eine Kampagne gestartet hat, um etwas an der Situation zu verbessern. Wenn viele mitmachen, können wir unzählige Refugien schaffen, damit die Insekten wieder Nahrung und Unterschlupf finden. Dazu brauchen Sie keinen Garten, ein Balkon oder ein Fenstersims genügt. Es ist eine Website aufgeschaltet, in welcher jede und jeder seinen kleinen oder grossen Beitrag eintragen kann (missionb.ch). Wenn Sie uns Ihr Projekt melden, tragen wir das auf dem Dorfplan mit Punkten ein. Wir hoffen, dass wir im Laufe des Jahres ganz viele Meldungen kriegen! 

Einen wunderbaren Anfang machen die Sechstklässler von Frau Jucker. Sie haben Informationen gesammelt über Honig- und Wildbienen und bauen gemeinsam ein grosses Insektenhotel. Die Gemeinde hat letztes Jahr auf Initiative des Naturschutzvereins beim Brunnen an der Sonnhaldenstrasse eine Pionierfläche und eine Blumenwiese erstellt, wo das Hotel aufgestellt wird.

Wenn Sie persönliche Hilfe brauchen für Ihr Vorhaben, bieten wir sie an zwei Daten im Mai an:

14. Mai Gartenstamm im Garten (oder Sitzungszimmer) hinter der Trotte

25. Mai Standaktion der Sechstklässler, beachten Sie dazu die spezielle Ausschreibung im Innern dieses Heftes

Sorgen wir dafür, dass es in Bachenbülach wieder vermehrt zwitschert, zirpt, summt und flattert!

Natur und Vogelschutzverein
Lisbeth Salathé

 

Ja, ich beteilige mich an der Aktion!

  • Ich bepflanze einen Topf, ein Blumenkistchen mit einheimischen Blütenpflanzen
  • Ich schichte eine Holzbeige oder einen Asthaufen auf, die ich dann einige Jahre liegen lasse
  • Ich ersetze einen oder mehrere Sträucher (Kirschlorbeer, Thuja) einer Hecke durch  einheimische Sträucher
  • Ich hänge ein Insektenhotel auf
    • Ich mache aus einer Ecke meines Schottergartens ein Sand/Kies/Steinbeet und säe darauf Pionierpflanzen oder Kräuter
    • Ich lasse in meinem Rasen Unkräuter wachsen und mähe ihn möglichst selten
    • Ich besäe ein Gartenbeet mit einer Wildblumenmischung
    • Ich lasse die abgestorbenen Blütenstauden im Winter stehen und schneide sie erst im Frühjahr zurück
    • Ich pflanze und säe vorwiegend Pflanzen mit ungefüllten, einfachen Blüten und achte darauf, dass während der ganzen Saison immer Blüten zu finden sind. 
    • Ich freue mich über Raupen an meinen Pflanzen. Die werden sich nämlich verpuppen und später als Insekten davonfliegen. Praktisch alle Pflanzen verkraften die Frass Schäden. 

    Wenn Sie Beratung wünschen, dürfen Sie gerne Lisbeth Salathé anrufen, sie kommt auch bei Ihnen vorbei. Tel 044 860 99 65

    Adresse ________________________________________ (Für den Eintrag im Plan)

    • Ich trage meinen Beitrag selber ein auf der SRF Website (http//missionb.ch/) 

     

    Werfen Sie dieses Blatt bitte in den Briefkasten von Lisbeth Salathé, Dorfstr. 24 oder bringen sie es noch besser zum Gartenstamm oder Stand der Kinder!